Rechtschreibung
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Nach und nach trage ich die wichtigsten Schreibregeln zusammen. Eine erste Übersicht:

Nomen / Substantive und Namen werden groß geschrieben


Übung:
  1. Drucke die Wörter aus
  2. Schreibe die Nomen groß
  3. Schreibe die Nomen in Einzahl und Mehrzahl.

maus, haus, jacke, braun, schnee, rose, nein, welt, tag, straße, wasser, nase, bein, nicht, affe, bellen, marder, bussard, vater, mutter, schwester, lästern, fest, tragen, dach, wach, wachs, lachs, regen, hagel, schnee, kehren, fegen, schlafen, faul, kasse, tasse, leben, segen, regen, regnen, rallye, halten, halt, halde, schwalbe, nest, fliegen, fliege, lehm, eier, stall, tiere, vieh, viel, hose, gürtel, knopf, umschlag, tasche, flasche, träne, tran, weinen, tragen, untragbar, fähigkeit, unfähig, hals, halsbrecherisch, satellit, antenne, rakete, abheben, raumfahrt, all, alle, tafel, tafeln, tasse, teller, messer, gabel, gabeln, löffel, löffeln, schneiden, untertasse, unterhose, unten, uran, urahn, vergangen, vergangenheit, kette, keller, kasten, kaninchen, karnickel, käse, kater, katze, verkatert.

Zur Übung schreibst du die Beispiele ab und findest selbst so viele zusätzliche Beispiele, bis du die Großschreibung sicher beherrschst.

In Verbindung mit zum/beim/vom/am  schreibt man auch Verben groß

  1. Vom Laufen wird man fit !
  2. Beim Schwimmen erholt man sich.
  3. Zum Surfen braucht man ein Surfbrett.
  4. Er war gerade am Schrauben, als die Bohrmaschine versagte.

Verben werden groß geschrieben, wenn man sie wie ein Nomen gebraucht.

  1. Das Essen war wieder einmal hervorragend.
  2. Das Klopfen weckte die Großmuter auf.
  3. Das Kratzen konnte nur von einer Maus herrühren.

Adjektive werden groß geschrieben, wenn sie wie Nomen gebraucht werden

  1. Er log das Blaue vom Himmel herunter.
  2. Die Klügste bekam den Preis.
  3. Der Langsamste lief erst um 18 Uhr durchs Ziel.
Wir lernen:
  1. Das jeweils erste Wort eines Satzes, einer Überschrift wird groß geschrieben.
  2. Nomen/Substabntive werden groß geschrieben. ( der, die, das )
  3. Substantivierte Wörter, also Wörter, die zu Substantiven gemacht werden, werden groß geschrieben. Z.B. das Joggen, das Böse, etc.

Wer diese Regeln beachtet, kann kaum noch Fehler machen.

Getrennt oder zusammen ?


Die Frage von Getrennt- oder Zusammenschreibung ist nur für Insider einfach geregelt. Die Rechtscheibreform hat - in meinen Augen - die ganze Angelegenheit nicht einfacher sondern noch komplizierter gemacht.

Statt eine einfache Regel zu entwickeln, die auch von durchschnittlich begabten Schreibern gehändelt werden kann, konfrontiert man die Schreiber/innen mit einem Wust von Regeln und Ausnahmen. In meinen Augen kommen mit diesem Regelwerk weniger als 10 % der Bevölkerung zurecht. Ich selbst bin inzwischen so verunsichert, dass ich im Wörterbuch nachschlagen musste, dass man zurechtkommen zusammen und nicht getrennt schreibt 

Weil 90 % der Bevölkerung und darunter alle Grundschüler mit diesem Regelwerk überfordert sind, werde ich bis zu einer Reform der Reform an dieser Stelle einige wenige Grundregeln aufstellen und versuchen, mit viel Übung ein Gefühl für die richtige Schreiweise zu entwickeln.

Nach der vorübergehend endgültigen Rechtschreibreform, werde ich die Getrennt- und Zusammenschreibung noch in diesem jahr hier zum Thema machen.

s, ss oder ß

  • Auch in der Sache mit s/S/ss/ß ist keine befriedigende Lösung gefunden worden. Hätte man das ß ganz einfach gelöscht, würden Kinder und Erwachsene 5-10 % Fehler weniger schreiben.
  • Kaum einer würde das ß heute noch vermissen.
  • So plagen wir uns in der Schule viele Stunden mit mäßigem ( mäsigem ) Erfolg, die unterschiedlichen Anwendungen von s und ß anschaulich zu machen.

Die große Regel:

Je nachdem , ob der s-Laut weich oder scharf  gesprochen wird schreiben wir s, ß oder ss.:
Gras, Gräser, Buße, Busen, Fass, Fässer, .....

Wir splitten die Regel auf:

  1. Einfache S-Laute schreiben wir mit s:  Rasen, Hase/n, Faser, ....
  2. Am Anfang eines Wortes steht nie ß
  3. Scharfe S-Laute schreiben wir mit ß : Fuß, Füße, Ruß, Maß, Maße, ...
  4. Kurz und scharf gesprochen S-Laute schreiben wir mit Doppel-s: Fluss, Fass, Fässer, Hass, ....

Mehr dazu und die ersten Übungen in Kürze.

Silben trennen macht Kindern Freude

  1. Wir gehen ganz langsam an das Thema heran, indem wir immer wieder Wörter in ihren Silben getrennt sprechen und dabei mehr oder minder laut klatschen.
  2. Ganz auf die sanfte Art entwickelt ihr ein sicheres Gefühl für die Trennung der Buchstaben.
  3. Wir kommen dabei fast ohne Regeln aus.

Lasst uns einfach beginnen:

  • Sprecht das Wort Mandarine in Silben:  Man-da-ri-ne
  • Klatscht dabei leise in die Hände: Man-da-ri-ne
  • Auf diese Weise entwickelt ihr ein Gefühl dafür, wie Wörter getrennt werden.

Wichtige Regeln:

  1. Wir trennen nach Gehör und Gefühl: Ball-wurf, Ha-sen-fuß, ...
  2. Wörter, die aus nur einer Silbe bestehen, trennt man nicht: Moos, ein, aus, Huhn, ....
  3. Einzelne Buchstaben am Wortanfang dürfen jetzt auch getrennt werden. A-horn.
  4. Wir trennen Doppebuchstaben: Af-fe
  5. Wir trennen Doppelbuchstaben nicht, wenn dies einen falschen Sinn ergibt: Fas-sdeckel, ...
  6. Das ck bleibt zusammen : Ha-cke, Ba-cke

Wer diese Regeln beherzigt, trennt fast alle Wörter richtig.

Ein Tipp aus der Praxis für die Praxis *: 

Im Zweifelsfall trennt ihr einfach nicht, sondern schreibt das Wort in die nächste Zeile.
Denn: Wer nicht trennt, macht auch keine Trenn-Fehler.

* Das geht natürlich nicht bei einer Deutsch-Arbeit, die die richtige Silbentrennung abfragt. 
In allen anderen Texten ist man mit dieser Regel fein raus. Im Zweifelsfall trenne ich ein Wort nicht.

Satzzeichen: Punkt und Komma

 

Satzzeichen helfen, Texte klar und unzweideutig zu gliedern. Sie unterstützen das schnelle und sichere Erafssen und Lesen des Textes. Ohne Satzzeichen liest es sich wesentlich schwerer.

Die wichtigsten Satzzeichen sind

  1. Punkt, Doppelpunkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen
  2. Komma und Semikolon
  3. Gänsefüßchen

Der Hund zu Weilburg

Am Schlosse zu Weilburg sieht man am Gesims das Bild eines kleinen Hundes in Stein gehauen Ein Graf von Nassau-Weilburg der in dem Schlosse wohnte besaß einst ein Hündchen, das er sehr liebte und das ihm nie von der Seite wich Einmal war er aber doch ausgeritten ohne es mitzunehmen Das Tier war vergessen worden und in einem Zimmer oben im Schloss eingeschlossen Niemand hörte es und ließ es heraus Es lief von der Tür zum Fenster und vom Fenster zur Tür alles war umsonst Da sah es auf einmal durch das offene Fenster seinen Herrn im Tale auf der anderen Seite der Lahn daherreiten und es war ihm als ob sein Herr es riefe Das Hündchen sprang hoch vom Schlosse herab in den Fluss schwamm bis ans Ufer lief auf den Grafen zu bellte und wedelte mit dem Schwanz Aber kaum hatte sein Herr es gestreichelt da sank es von der übergroßen Anstrengung tot vor ihm nieder Dem Grafen ging der Tod des treuen Tieres sehr nahe Zur Erinnerung ließ er das in Stein gehauene Bild des Hündchens dort aufstellen wo sich das Tier vom Fenster herab in die Lahn gestürzt hatte

Noch schwieriger wird das Lesen ohne groß geschriebene Satzanfänge:

Am Schlosse zu Weilburg sieht man am Gesims das Bild eines kleinen Hundes in Stein gehauen ein Graf von Nassau-Weilburg der in dem Schlosse wohnte besaß einst ein Hündchen das er sehr liebte und das ihm nie von der Seite wich einmal war er aber doch ausgeritten ohne es mitzunehmen das Tier war vergessen worden und in einem Zimmer oben im Schloss eingeschlossen niemand hörte es und ließ es heraus es lief von der Tür zum Fenster und vom Fenster zur Tür alles war umsonst da sah es auf einmal durch das offene Fenster seinen Herrn im Tale auf der anderen Seite der Lahn daherreiten und es war ihm als ob sein Herr es riefe das Hündchen sprang hoch vom Schlosse herab in den Fluss schwamm bis ans Ufer lief auf den Grafen zu bellte und wedelte mit dem Schwanz aber kaum hatte sein Herr es gestreichelt da sank es von der übergroßen Anstrengung tot vor ihm nieder dem Grafen ging der Tod des treuen Tieres sehr nahe zur Erinnerung ließ er das in Stein gehauene Bild des Hündchens dort aufstellen wo sich das Tier vom Fenster herab in die Lahn gestürzt hatte

Einfach richtig abschreiben

Keiner kann sich damit ausreden, nicht richtig abschreiben zu können. Normal begabte Kinder können Texte schon abschreiben, bevor sie das Schreiben gelernt haben.

Richtig abschreiben

  • Wir schreiben richtig ab. Dazu schauen wir ganz genau auf das abzuschreibende Wort. Wir lesen es, prägen es uns ein, prägen uns notfalls die Buchstabenfolge oder auch eine besondere Schwierigkeit ein und übertragen das Wort richtig in unser Heft.
  • Wenn wir einzelne Wörter richtig abschreiben können, merken wir uns zwei oder drei Wörter, prägen sie uns ein und übertragen Sie ins Heft.
  • Wenn wir auch das beherrschen, gehen wir daran Satzabschnitte oder Teilsätze von der Vorlage ins Heft zu übertragen..
  • in der letzten Stufe lernen wir, einen kompletten ( nicht allzu langen ) Satz fehlerferi von der Vorlage in das heft zu übertragen.